Ukraine verfolgt eigene Raketenproduktion trotz Engpässen bei der Luftverteidigung

Ukraine verfolgt eigene Raketenproduktion trotz Engpässen bei der Luftverteidigung
Foto: The Insider

Die Ukraine setzt auf eigene Raketenproduktion und das Gleitbomben-Kit "Equalizer", bleibt aber vorerst verwundbar gegenüber ballistischen Angriffen.

Die Ukraine strebt langfristige Raketenautonomie an, während sie nach intensivierten russischen ballistischen Angriffen mit unmittelbaren Engpässen bei der Luftverteidigung konfrontiert ist. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass zwei heimische Rüstungsunternehmen an ballistischen Raketen arbeiten, doch die Serienproduktion bleibt durch technische Hürden behindert. Zudem könnte der Aufbau einer lokalen Fertigung für Patriot-Luftverteidigungssysteme unter amerikanischer Lizenz aufgrund regulatorischer und bürokratischer Verzögerungen zwischen zwölf Monaten und mehreren Jahren dauern.

Um Lücken in der Luftverteidigung und die Abhängigkeit von westlichen Waffen zu verringern, setzt das ukrainische Militär auf das lokal entwickelte Gleitbomben-Kit "Equalizer". Das von DG Industry und Brave1 entwickelte System verwandelt ungelenkte Munition in präzisionsgelenkte Standoff-Waffen, die mit ukrainischen Flugzeugen kompatibel sind. Dennoch betonen Verteidigungsanalysten, dass die Ukraine einer längeren Phase der Verwundbarkeit durch ballistische Raketenangriffe ausgesetzt ist, während die heimischen Produktionskapazitäten hochgefahren werden.

Quellen: NEXTA, NV, Point, The Insider, Українська правда.

Quellen

Frühere Berichterstattung

Teilen