Ukraine setzt auf eigene Raketen und Gleitbomben trotz Lücken in der Luftverteidigung

Ukraine setzt auf eigene Raketen und Gleitbomben trotz Lücken in der Luftverteidigung
Foto: The Insider

Die Ukraine beschleunigt die heimische Rüstungsproduktion mit eigenen ballistischen Raketen und Gleitbomben, während Verzögerungen bei westlichen Lieferungen und fehlende Patriot-Abfangraketen die Verwundbarkeit erhöhen.

Die Ukraine beschleunigt ihre Bemühungen zum Ausbau der heimischen Rüstungsproduktion angesichts eskalierender russischer ballistischer Raketenangriffe und anhaltender Verzögerungen bei westlichen Verteidigungslieferungen. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass zwei lokale Rüstungsunternehmen derzeit eigene ballistische Raketen entwickeln, wobei technische Herausforderungen eine schnelle Massenproduktion erschweren. Zudem wird die Einrichtung einer heimischen Fertigung von Patriot-Luftverteidigungssystemen unter amerikanischer Lizenz aufgrund regulatorischer Verfahren zwischen einem und mehreren Jahren dauern.

Um unmittelbare operative Defizite zu beheben, beschaffen die ukrainischen Streitkräfte das im Inland produzierte präzisionsgelenkte Gleitbomben-Kit "Equalizer". Das von DG Industry mit der Innovationsinitiative Brave1 entwickelte Modul rüstet ungelenkte Bomben für Flugzeuge sowjetischer Bauart und westliche Muster um. Verteidigungsanalysten warnen jedoch, dass taktische Anpassungen die für die Verteidigung kritischer Infrastruktur gegen ballistische Bedrohungen benötigten Abfangraketen für große Höhen nicht vollständig ersetzen können.

Quellen: NEXTA, NV, Point, The Insider, Українська правда

Wie Medien es bewerteten

  • 20. Sept. 2026, 16:30 UTC
    • NV Vorsichtig Betont kostengünstige, schnell einsetzbare heimische Waffen, um unmittelbare Lücken in Luftverteidigung und Schlagkraft zu schließen.
    • Українська правда Alarmiert Warnt vor jahrelanger schwerer Verwundbarkeit gegenüber russischen ballistischen Angriffen wegen kritischer Engpässe bei Patriot-Abfangraketen.

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