Spanien und Marokko verstärken Grenzsicherung in Ceuta angesichts neuer Online-Aufrufe

Spanien und Marokko verstärken Grenzsicherung in Ceuta angesichts neuer Online-Aufrufe
Foto: Correctiv

Spanien und Marokko erhöhen die Sicherheitsvorkehrungen in Ceuta nach neuen Online-Aufrufen zu Grenzübertritten am 15. August. Die Maßnahmen folgen auf den tödlichen Massenansturm Ende Juli.

Die Behörden in Spanien und Marokko haben die Sicherheitsvorkehrungen rund um Ceuta verstärkt, nachdem im Internet erneut zu koordinierten Grenzübertritten am 15. August aufgerufen wurde.

Die erhöhten Maßnahmen folgen auf den Massenansturm Ende Juli, als virale Social-Media-Gerüchte, die fälschlich behaupteten, die Grenzen seien offen, Zehntausende dazu veranlassten, einen Grenzübertritt zu versuchen. Bei diesen früheren Übertritten ertranken mindestens 72 Menschen, je nach Berichten möglicherweise über 100, während Hunderte Migranten in der spanischen Enklave gestrandet bleiben.

Als Reaktion auf die neuen Online-Aufrufe nahm die marokkanische Polizei mehrere Personen fest, die verdächtigt werden, zu unbefugten Grenzübertritten angestiftet zu haben. Unterdessen verstärkten die spanischen Behörden die Stacheldrahtzäune, setzten zusätzliche Polizeieinheiten ein und riefen Militärangehörige aus dem Urlaub zurück, um den Umkreis und die Küste von Ceuta zu sichern.

Quellen: Correctiv, Der Standard, FAZ, ORF, Tagesschau.

Wie Medien es bewerteten

    • FAZ Alarmiert Betonte Notstandsbedingungen und den Zorn der Anwohner über das, was Einheimische als Invasion bezeichneten.
    • FAZ Kritisch Betonte lokale Rhetorik, die die Situation als Invasion bezeichnete, und hob die politische Ausbeutung durch rechtspopulistische Kräfte hervor.
    • Correctiv Skeptisch Konzentrierte sich auf die wachsende Frustration der Anwohner über den Umgang der Regierung und die Sicherheitsmaßnahmen angesichts gerüchteweiser Grenzöffnungen.
    • FAZ Alarmiert Betonte die Not der Anwohner und beschrieb die Lage als anhaltenden Ausnahmezustand, wobei Ängste vor einem erneuten Grenzansturm hervorgehoben wurden.
    • Tagesschau Neutral Konzentrierte sich in einer sachlichen Berichterstattung auf die behördliche Verlegung von Migranten in vorübergehende staatliche Unterkünfte.
    • FAZ Alarmiert Konzentrierte sich auf die lokale Notlage und Anwohner, die den Migrantenzustrom angesichts politischer Spannungen als Invasion beschrieben.
    • Die Zeit Neutral Stellte die logistischen und humanitären Bemühungen der Regierung zur Unterbringung von Migranten in den Mittelpunkt.
    • FAZ Alarmiert Hob Anwohner hervor, die die Lage als Invasion bezeichneten, und kritisierte politische Ausbeutung angesichts anhaltender Belastung.
    • FAZ Kritisch Hob die lokale Frustration hervor und rahmte die Situation über die Beschwerden der Anwohner über die Belastung der Stadt und politische Ausnutzung.
    • Tagesschau Neutral Konzentrierte sich sachlich auf das offizielle Regierungshandeln, Migranten in temporäre Unterkünfte zu bringen.
    • FAZ Alarmiert Rahmte die Situation als anhaltenden Ausnahmezustand ein und hob lokale Beschreibungen einer Invasion sowie politischer Ausbeutung hervor.
    • Die Zeit Neutral Konzentrierte sich auf die logistischen und humanitären Bemühungen Madrids, Migranten, die auf öffentlichen Stränden schliefen, vorübergehend Unterkunft zu bieten.
    • FAZ Alarmiert Betonte Notlage, Wut der Anwohner über eine Invasion und politische Ausbeutung der kommunalen Krise.
    • Tagesschau Neutral Konzentrierte sachliche Berichterstattung über administrative Logistik, Verlegung von Migranten in temporäre Zentren und Zahlen zum Grenzeinsatz.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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