Schweden unterzeichnet Gefangenenaustauschabkommen mit Estland im Rahmen umfassender Justizreformen

Schweden unterzeichnet Gefangenenaustauschabkommen mit Estland im Rahmen umfassender Justizreformen
Foto: Svenska Dagbladet

Schweden schließt Abkommen mit Estland zur Überstellung von Gefangenen, um Überbelegung zu lindern. Justizminister kündigt Maßnahmen gegen Ausbeutung von Beerenpflückern an. Polizei meldet 188 Festnahmen im Ausland.

Schweden hat mit Estland ein Abkommen zur Überstellung verurteilter Gefangener in estnische Einrichtungen unterzeichnet, um die Überbelegung im eigenen Land zu verringern. Dies stieß bei den Familien der Inhaftierten auf Kritik wegen Isolation und Kommunikationsbarrieren. Gleichzeitig kündigte Justizminister Gunnar Strömmer Maßnahmen an, um die Ausbeutung ausländischer Beerenpflücker zu stoppen, nachdem im Norden Schwedens Fälle von mutmaßlichem Menschenhandel aufgetaucht waren. Er nannte die Situation "förfärligt."

Im Bereich der Strafverfolgung meldete die Polizei in diesem Jahr 188 Festnahmen schwedischer Tatverdächtiger im Ausland und verwies auf eine verstärkte internationale Zusammenarbeit. Im Inland wurden drei Frauen zu Haftstrafen verurteilt, weil sie Waffen für das Dalen-Netzwerk gelagert hatten, wobei die Hauptangeklagte eine Strafmilderung erhielt, da sie als Kronzeugin aussagte. In Lund wurden zwei Männer zu Haftstrafen verurteilt, weil sie Auftragsmörder angeheuert hatten, um einen Rentner aus einem jahrzehntealten persönlichen Streit heraus anzugreifen.

Quellen: Svenska Dagbladet, 8 Sidor, SVT, Dagens Nyheter, Sydsvenskan

Quellen

Frühere Berichterstattung

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