Russland: Vorwahl-Kampagne und wachsende Spannungen im Spätsommer

Russland: Vorwahl-Kampagne und wachsende Spannungen im Spätsommer
Foto: Vijesti

Russland verschärft den Druck auf die Opposition vor den Parlamentswahlen im September. Die Bevölkerung sorgt sich um eine mögliche Mobilmachung, während die Frage der Nachfolge Putins offen bleibt.

Die russischen Behörden erhöhen den politischen Druck im Vorfeld der für September angesetzten Parlamentswahlen. Die Regierung verbot die Antikriegspartei Jabloko und verurteilte den Spitzenpolitiker Lew Schlosberg zu elf Jahren Haft – ein weiterer Schritt im Vorgehen gegen die Opposition.

In der Bevölkerung wächst die Sorge vor einer möglichen militärischen Mobilmachung nach den Wahlen, um die hohen Verluste auf dem Schlachtfeld in der Ukraine zu kompensieren. Einige Bürger verkaufen bereits Eigentum und planen ihre Ausreise. Diese Anspannung fällt in den Spätsommer, eine Zeit, die in Russland historisch mit politischer und wirtschaftlicher Instabilität verbunden ist.

Unterdessen bleiben Fragen zur langfristigen politischen Stabilität offen, da Präsident Wladimir Putin keinen expliziten Nachfolger benannt hat. International warnen westliche Geheimdienste davor, dass Moskau in den kommenden Jahren die Kohäsion der NATO durch hybride Angriffe oder begrenzte Einfälle testen könnte.

Quellen: Avaz, Danas, Index, Klix, Vijesti

Quellen

Frühere Berichterstattung

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