Russischer Wahlkampf unter Druck: Mobilisierungsängste und Nachfolgefragen

Russischer Wahlkampf unter Druck: Mobilisierungsängste und Nachfolgefragen
Foto: Vijesti

Vor den russischen Parlamentswahlen steigen innenpolitischer Druck und Sicherheitsbedenken. Die Behörden verbieten die Opposition und verurteilen Lew Schlosberg zu elf Jahren Haft. Die Bevölkerung fürchtet eine Mobilisierung, und die Nachfolgefrage bleibt offen.

Vor den russischen Parlamentswahlen im September steigen der innenpolitische Druck und die Sicherheitsbedenken weiter. Die Behörden haben die Oppositionspartei Jabloko verboten und den Spitzenpolitiker Lew Schlosberg zu elf Jahren Haft verurteilt, wodurch die Stimmen gegen den Krieg weiter zum Schweigen gebracht werden.

In der Bevölkerung wächst die Angst vor einer möglichen militärischen Mobilisierung nach den Wahlen, was die Spannungen in der traditionell wirtschaftlich und politisch instabilen Zeit im Spätsommer weiter verschärft. Berichten zufolge verkaufen immer mehr Bürger ihr Vermögen und bereiten sich auf eine Ausreise vor.

Abgesehen von den unmittelbaren innenpolitischen Zwängen bleibt die langfristige politische Kontinuität ungewiss, da der 73-jährige Präsident Wladimir Putin über keinen etablierten Nachfolgemechanismus verfügt. Gleichzeitig warnen westliche Geheimdienste, dass Moskau in den kommenden Jahren versuchen könnte, die Entschlossenheit der NATO durch hybride Kriegsführung oder begrenzte militärische Einfälle zu testen.

Quellen: Avaz, Danas, Index, Klix, Vijesti

Quellen

Frühere Berichterstattung

Teilen