Russische Streamingplattformen und Verlage sehen sich mit zunehmender Inhaltszensur konfrontiert

Russische Streamingplattformen und Verlage sehen sich mit zunehmender Inhaltszensur konfrontiert
Foto: Mediazona

Russische Streamingplattformen und Verlage sind zunehmender staatlicher Inhaltszensur ausgesetzt: Amediateka entfernte über 75 Stunden aus ausländischen Serien, ein Gericht verbot einen Liebesroman, Schulen führen patriotische Materialien ein.

Russische digitale Medien, Bildungseinrichtungen und Verlage unterliegen verschärften staatlichen Inhaltsbeschränkungen und ideologischer Ausrichtung. Nach einer Untersuchung von Mediazona entfernte die Streamingplattform Amediateka über 75 Stunden Filmmaterial aus rund 200 ausländischen Fernsehserien. Die Zensur betraf mehr als 7.300 Szenen mit nicht-traditionellen Beziehungen, Drogenkonsum, Suizid und Inzest; in einigen Fällen wurden zentrale Handlungsstränge entfernt.

Gleichzeitig weiten sich die gesetzlichen Verbote ausländischer Medien weiter aus. Ein russisches Gericht verbot den Liebesroman Heated Rivalry unter Berufung auf gesetzliche Verbote der Darstellung nicht-traditioneller sexueller Beziehungen.

Im Bildungsbereich haben Schulen in Regionen wie Nowosibirsk patriotische Materialien eingeführt, die die militärische Beteiligung in der Ukraine als Bürgerpflicht darstellen und russische Werte westlichen kulturellen Einflüssen gegenüberstellen.

Quellen: Mediazona, NEXTA, The Insider, Verstka.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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