Rekordhitze in Europa und Flussdürre bedrohen Energie- und Wirtschaftsleistung

Rekordhitze in Europa und Flussdürre bedrohen Energie- und Wirtschaftsleistung
Foto: RTP (Rádio e Televisão de Portugal)

Westeuropa erlebt Rekordhitze und Dürre, die den Flussverkehr und die Energieerzeugung beeinträchtigen und Kosten von bis zu zwei Milliarden Euro verursachen könnten.

Westeuropa erlebte seinen wärmsten Juni und Juli seit Beginn der Aufzeichnungen, während die globalen Meeresoberflächentemperaturen einen Höchstwert von 20,96 °C erreichten. Ungewöhnlich heiße und trockene Bedingungen haben Waldbrände angeheizt und die globalen Lufttemperaturen auf 1,47 °C über dem vorindustriellen Niveau angehoben.

Die Hitzewelle und die schwere Dürre haben den Wasserstand in den europäischen Flusssystemen, einschließlich der Donau, drastisch sinken lassen. Der verringerte Durchfluss zwang Kernkraftwerke in Rumänien und Ungarn, ihren Betrieb zu drosseln oder vorübergehend einzustellen, da Kühlwasser knapp wurde. Rumänische Marineeinheiten führten sogar kontrollierte Sprengungen an der Donau durch, um Hindernisse im Flussbett zu beseitigen und die Kühlwasseraufnahme zu verbessern. Das zurückweichende Wasser hat auch historische Artefakte freigelegt, darunter militärische Ausrüstung aus dem Zweiten Weltkrieg und Mammutfossilien.

Analysten schätzen, dass Engpässe im Flusstransport und eine reduzierte Stromerzeugung die Volkswirtschaften Mitteleuropas im dritten Quartal bis zu zwei Milliarden Euro kosten könnten.

Quellen: Diário de Notícias (DN), Expresso, Jornal Económico, RTP (Rádio e Televisão de Portugal)

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