Proteste gegen Wohnungsnot in Spanien nach Räumung einer 87-jährigen Frau in Madrid

Zehntausende protestieren in Spanien gegen Wohnkosten und Zwangsräumungen, ausgelöst durch die Räumung einer 87-jährigen Frau in Madrid.
Zehntausende Demonstranten versammelten sich am Samstag in Madrid und in ganz Spanien, um gegen die stark steigenden Wohnkosten und Zwangsräumungen zu protestieren. Auslöser der landesweiten Demonstrationen war die Räumung der 87-jährigen Maricarmen Abascal aus ihrer Madrider Wohnung, in der sie 70 Jahre lang gelebt hatte.
Die Demonstranten marschierten unter dem Slogan "Not one more Maricarmen" und forderten stärkere Schutzmaßnahmen für Mieter sowie gesetzgeberische Schritte gegen steigende Mieten. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez reagierte auf den Vorfall und bezeichnete die Räumung als "social tragedy"; er versprach neue wohnungspolitische Maßnahmen.
Die offiziellen Angaben zur Teilnehmerzahl gingen deutlich auseinander. Das spanische Innenministerium meldete etwa 25.000 Teilnehmer in der Hauptstadt, während die Organisatoren die Menge auf 300.000 schätzten.
Quellen: Delo, ORF, SDK, Tagesschau, Vijesti.
Quellen
- Tagesschau — Zehntausende demonstrieren nach Zwangsräumung von 87-Jähriger in Madrid
- SDK — ДЕСЕТИЦИ ИЛЈАДИ ЛУЃЕ ДЕМОНСТРИРАА ЗА ПРАВОТО НА ДОМУВАЊЕ ОТКАКО 87-ГОДИШНА ЖЕНА БЕШЕ ПРИСИЛНО ИСЕЛЕНА ОД СТАНОТ ВО МАДРИД
- Vijesti — Kap koja je prelila čašu: Slučaj izbacivanja bake iz stana podigao...
- ORF — Großdemo in Madrid nach Delogierung von 87-Jähriger
- Delo — Izselitev 87-letnice v Madridu zanetila proteste proti stanovanjski krizi
Frühere Berichterstattung
- 29. Sept. 2026, 02:30 UTCSpanier protestieren landesweit gegen Wohnungsnot nach Räumung einer 87-Jährigen