Portugal erweitert Aufnahmekapazitäten für Migranten, während regionale Migration zurückgeht

Portugal erweitert Aufnahmekapazitäten für Migranten, während regionale Migration zurückgeht
Foto: Expresso

Portugal erweitert die Kapazitäten zur Unterbringung von Migranten auf 171 Plätze, während die Migration über die atlantische Route um 78 Prozent sinkt. Häusliche Gewalt bleibt ein drängendes Problem.

Die portugiesische Regierung hat angekündigt, dass die temporären Zentren für undokumentierte Migranten im September 171 Plätze erreichen werden, was hinter dem ursprünglichen Ziel von 300 Plätzen zurückbleibt. Die Erweiterungsarbeiten an der Einrichtung in Porto führten zu der erhöhten Kapazität.

Unterdessen zeigten nationale Zahlen anhaltende soziale Probleme auf: Die Strafverfolgungsbehörden registrierten über 14.000 Fälle häuslicher Gewalt, was durchschnittlich 82 gemeldeten Vorfällen pro Tag entspricht. Gleichzeitig feierten acht afghanische Frauen ein Jahr ihrer Umsiedlung in Portugal, nachdem sie vor den Taliban-Beschränkungen für weibliche Erwerbstätigkeit, Bildung und öffentliches Leben geflohen waren.

Regional zeigten Daten der Internationalen Organisation für Migration einen Rückgang der Ankünfte über die atlantische Route Westafrikas um 78 Prozent im frühen Jahr 2026. Experten führten den Rückgang auf eine verstärkte Überwachung zwischen Senegal und Mauretanien zurück, obwohl die verbleibenden Transitrouten für Migranten zunehmend gefährlicher geworden sind.

Quellen: Diário de Notícias (DN), Expresso, Expresso das Ilhas, RTP (Rádio e Televisão de Portugal)

Quellen

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