Ostdeutsche Bundesländer sehen wachsenden Einfluss der extremen Rechten in Schulen und Kultur

Ostdeutsche Bundesländer sehen wachsenden Einfluss der extremen Rechten in Schulen und Kultur
Foto: Correctiv

Vor den Landtagswahlen in Ostdeutschland berichten Schulen von zunehmendem rechtsextremem Einfluss. Thüringen setzt Verfassungscoaches ein, Sachsen-Anhalt debattiert über Kürzungen von Kulturprogrammen.

Bildungsexperten und Beamte in ostdeutschen Bundesländern berichten vor den bevorstehenden Landtagswahlen von wachsendem politischem Druck und rechtsextremen Tendenzen. Lehrer an mehreren Schulen haben eine Zunahme extremistischer Symbole und antidemokratischen Verhaltens beobachtet, weshalb das Thüringer Bildungsministerium gemeinsam mit der Universität Jena „Verfassungscoaches“ in Klassenzimmer entsendet. Gleichzeitig sprach sich Evelyn Zupke, die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, für verpflichtende Schülerbesuche in ostdeutschen Gedenkstätten aus, um das historische Verständnis für die kommunistische Herrschaft zu vertiefen.

Auch die Kulturpolitik ist zu einem zentralen Streitpunkt geworden. In Sachsen-Anhalt schlug die Alternative für Deutschland (AfD) vor, Kulturprogramme, die sie als „anti-deutsch“ betrachtet, nicht mehr zu finanzieren. Der Vorstoß hat bei Verwaltern von Holocaust-Gedenkstätten, lokalen Theatern und Bauhaus-Stätten Besorgnis ausgelöst, während die Debatten über die ostdeutsche regionale Identität vor den Landtagswahlen an Intensität zunehmen.

Quellen: Correctiv, Der Spiegel, DW, FAZ, Tagesschau.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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