Österreichische Koalition einigt sich auf Wehrdienstreform

Österreichs Regierungskoalition einigt sich auf Reform des Wehr- und Zivildienstes, in Kraft ab 1. Januar.
Die österreichische Regierungskoalition hat sich auf eine Reform des Wehr- und Zivildienstsystems geeinigt, die am 1. Januar in Kraft treten soll. Nach dem neuen Modell wird der sechsmonatige Grundwehrdienst um drei Monate verpflichtende Milizübungen verlängert. Der Zivildienst bleibt bei neun Monaten, Freiwillige können ihren Dienst jedoch ab 2027 um zwei Monate verlängern. Diese Verlängerung könnte verpflichtend werden, wenn die Rekrutierungsziele des Militärs nicht erreicht werden.
Die Umsetzung der Zivildienständerungen erfordert eine Zweidrittelmehrheit im Parlament, was die Unterstützung der Opposition notwendig macht. Auch die Vergütung der Wehrpflichtigen soll im Rahmen des Vorschlags erhöht werden.
Quellen: Der Standard, ORF.
Wie Medien es bewerteten
- 27. Juli 2026, 20:30 UTC
- Der Standard Kritisch Der Koalitionsvertrag wurde als teurer und verzögerter Kompromiss dargestellt, der das Vertrauen in die Reformfähigkeit der Regierung untergräbt.
- Der Standard Kritisch Kritisierte die Einigung als verzögerten, teuren Kompromiss, der das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Reformfähigkeit der Regierung beschädigt.
- Die Presse Skeptisch Hob die politischen Manöver hervor und wie frühere Versprechen einer Volksbefragung stillschweigend aufgegeben wurden.
- ORF Neutral Berichtete neutral über die endgültigen Bedingungen des Reformentwurfs und die politischen Stellungnahmen dazu.
Quellen
Frühere Berichterstattung
- 28. Juli 2026, 02:30 UTCKoalition in Österreich erzielt Last-Minute-Einigung zur Wehrdienstreform