Nordische Regierungschefs führen Telefonat mit Putin zur Ukraine – gemischte Reaktionen
Finnlands Präsident Stubb und Norwegens Ministerpräsident Støre telefonierten 90 Minuten mit Putin über die Ukraine – gemischte Reaktionen in der Region.
Der finnische Präsident Alexander Stubb und der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre führten ein 90-minütiges gemeinsames Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin, um über Friedensverhandlungen und Deeskalation in der Ukraine zu sprechen. Im Anschluss an das Gespräch berieten sich beide Regierungschefs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der Stubb für die Unterrichtung dankte. Støre erklärte, der Vorstoß habe darauf abgezielt, die schweren menschlichen und materiellen Kosten des Konflikts zu thematisieren, während Stubb den Austausch als direkt und substanziell beschrieb.
Die Initiative sorgte innerhalb der Region für Reibungen und stieß bei Dänemarks Ministerpräsidentin auf Kritik wegen der direkten Kontaktaufnahme mit Moskau. Støre verteidigte das Vorgehen mit dem Argument, Norwegen und Finnland übernähmen Verantwortung angesichts der anhaltenden Uneinigkeit in Europa über die diplomatische Strategie gegenüber Russland.
Quellen: Aftenposten, Dagens Næringsliv (DN), Helsingin Sanomat, Iltalehti, Svenska Dagbladet.
Wie Medien es bewerteten
- 28. Okt. 2026, 04:00 UTC
- Iltalehti Kritisch Betont die scharfe Kritik aus Dänemark, die Zweck und Zeitpunkt der direkten Gespräche mit Putin infrage stellt.
- Aftenposten Neutral Konzentriert sich auf offizielle Statements von Støre und Stubb, die Deeskalation und die generationellen Kosten des Krieges hervorheben.
Quellen
- Aftenposten — Støre og Stubb har snakket med Putin
- Dagens Næringsliv (DN) — Støre og Stubb har snakket med Vladimir Putin om Ukraina-krigen
- Svenska Dagbladet — Dansk ilska efter Støres och Stubbs Putinsamtal
- Helsingin Sanomat — Reaktiot | Støre: Suomi ja Norja kantoivat vastuuta, EU ei ole ollut yhtenäinen vuosiin
- Iltalehti — Stubb puhui Putinin kanssa – Tanskan pääministeri: ”Mitä he kuvittelevat”