Netanjahu lehnt Gaza-Nachkriegsplan ab, während Angriffe im Nahen Osten andauern

Netanjahu lehnt Gaza-Nachkriegsplan ab, während Angriffe im Nahen Osten andauern
Foto: Danas

Netanjahu lehnt den US-unterstützten 15-Punkte-Plan für Gaza ab, während israelische Angriffe in Khan Younis und im Südlibanon andauern. Iran vollstreckt Hinrichtungen und warnt vor Bodeninvasion.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen von den USA unterstützten 15-Punkte-Nachkriegsplan für Gaza formell abgelehnt und erklärt, "Israel rejects the 15-point document", weil die Hamas diplomatische Gespräche nutze, um militärische Operationen zu verzögern. Trotz der Ablehnung genehmigte die israelische Führung stillschweigend erste Wiederaufbaumaßnahmen im südlichen Gazastreifen.

Die militärischen Aktionen dauerten an mehreren Fronten an. Ein israelischer Luftangriff in Khan Younis tötete einen Hamas-Kommandeur, der Berichten zufolge einen Angriff vorbereitete. Im Südlibanon tötete israelischer Beschuss eine Person und verletzte elf weitere, nachdem Evakuierungsbefehle erlassen worden waren, während in Rom diplomatische Gespräche stattfanden.

In Teheran vollstreckten die iranischen Behörden die Todesstrafe an zwei Personen, die wegen Spionage für Israel und die USA verurteilt worden waren. Iranische Militärkommandeure warnten ausländische Streitkräfte vor einer möglichen Bodeninvasion, während US-Präsident Donald Trump auf den wachsenden wirtschaftlichen Druck auf Teheran hinwies.

Quellen: CDM, Dan, Danas, Klix, N1

Wie Medien es bewerteten

    • Klix Kritisch Stellte Janšas Schritt als unterwürfig gegenüber Israel dar und hob die starke innenpolitische Verurteilung seines außenpolitischen Kurswechsels hervor.
    • N1 Kritisch Betonte die politische Opposition, die Janša wegen seiner Blockade der gemeinsamen EU-Position mit Viktor Orbán verglich.
    • Danas Neutral Konzentrierte sich neutral auf die offizielle Warnung der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas vor israelischen Bauarbeiten im E1-Korridor.
    • Tanjug Neutral Stellte in seiner Berichterstattung die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in den Mittelpunkt, die sich europäischen Staaten bei der Kritik am Siedlungsprojekt anschloss.
    • Klix Kritisch Rahmte Janšas Veto und die Interaktion mit Netanjahu als politische Unterwürfigkeit.
    • N1 Kritisch Betonte die heftige innenpolitische Kritik und Vergleiche der Opposition mit der ungarischen Regierungsführung.
    • Danas Neutral Konzentrierte sich neutral auf die diplomatischen Warnungen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas.
    • Tanjug Neutral Berichtete direkt über die Verurteilung durch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.
    • Klix Kritisch Verurteilte Janšas Veto scharf und charakterisierte seinen diplomatischen Schwenk als unterwürfig gegenüber der israelischen Führung.
    • N1 Kritisch Hob die Empörung der Opposition im Inland und politische Vergleiche zwischen Janša und dem ungarischen Führer Viktor Orbán hervor.
    • Tanjug Neutral Lieferte eine objektive Berichterstattung, die sich strikt auf offizielle Stellungnahmen der EU-Kommissionsführung konzentrierte.
    • Klix Kritisch Stellte Janšas außenpolitische Wende hin zu Israel als extreme Unterwürfigkeit nach seinem EU-Veto dar.
    • HRT Vijesti Neutral Berichtete sachlich über die Botschaftseröffnung als Beispiel für die sich erwärmenden bilateralen Beziehungen unter Janša.

Quellen

Frühere Berichterstattung

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