Kreml-Vorgehen und NATO-Sicherheitswarnungen erhöhen Spannungen in Russland

Kreml-Vorgehen und NATO-Sicherheitswarnungen erhöhen Spannungen in Russland
Foto: Index

In Russland steigen die Spannungen vor den Parlamentswahlen: Der Kreml verbietet die letzte Antikriegspartei, verurteilt einen Oppositionspolitiker, und die Angst vor einer Einberufung wächst. Auch die NATO sieht sich möglichen hybriden Bedrohungen ausgesetzt.

In Russland verschärfen sich die Spannungen im Vorfeld der bevorstehenden Parlamentswahlen angesichts politischer Repressionen, Ängsten vor einer Einberufung und Sicherheitswarnungen. Die Behörden des Kremls verboten Jabloko, die einzige verbliebene Antikriegspartei des Landes, und verurteilten den Spitzenpolitiker Lew Schlosberg zu elf Jahren Haft. Trotz offizieller Dementis aus Moskau hat die öffentliche Angst vor einer möglichen militärischen Einberufung nach den Wahlen dazu geführt, dass einige Bürger ihr Eigentum verkaufen und sich auf die Ausreise vorbereiten.

Die innenpolitischen Spannungen fallen in die Spätsommerperiode, die historisch als "Schwarzer August" bezeichnet wird und für wiederkehrende nationale Krisen bekannt ist. Analysten weisen auf langfristige Regierungsrisiken im Zusammenhang mit dem 73-jährigen Präsidenten Wladimir Putin hin, da es keinen klaren Nachfolgeplan gibt. Im Ausland deuten US-Geheimdienstbewertungen darauf hin, dass Moskau in den kommenden Jahren versuchen könnte, die Einheit der NATO durch hybride Operationen oder begrenzte Einfälle zu testen.

Quellen: Avaz, Danas, Index, Klix, Vijesti

Quellen

Frühere Berichterstattung

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