Kreml geht gegen Opposition vor und beobachtet Regionalwahlen angesichts innerer Spannungen

Kreml geht gegen Opposition vor und beobachtet Regionalwahlen angesichts innerer Spannungen
Foto: Vijesti

Russland verbietet die Partei Jabloko und verurteilt Lew Schlosberg zu elf Jahren Haft. Öffentliche Ängste vor Einberufung, "Schwarzer August" und Beobachtung der Wahlen in Serbien prägen die Lage.

Die russischen Behörden haben die Antikriegspartei Jabloko verboten und den Spitzenpolitiker Lew Schlosberg vor den anstehenden Parlamentswahlen zu elf Jahren Haft verurteilt. Das harte Vorgehen erfolgt vor dem Hintergrund öffentlicher Ängste vor einer möglichen Einberufung nach den Wahlen, ausgelöst durch erhebliche Verluste auf dem Schlachtfeld in der Ukraine, was einige Bürger dazu veranlasst, Eigentum zu verkaufen und sich auf die Ausreise vorzubereiten.

Diese inneren Spannungen überschneiden sich mit der Zeit im Spätsommer, die traditionell als "Schwarzer August" bezeichnet wird, ein Zeitraum, der historisch mit politischer und wirtschaftlicher Instabilität in Russland verbunden ist. Über die Innenpolitik hinaus beobachtet Moskau aktiv die Wahlen in Serbien und warnt vor möglichen westlich unterstützten Farbrevolutionen, um seinen regionalen Einfluss zu sichern. Unterdessen bleibt die langfristige Unsicherheit über die Führung Russlands bestehen, da der 73-jährige Präsident Wladimir Putin keinen offiziellen Nachfolger benannt hat.

Quellen: Avaz, Danas, Klix, N1, Vijesti

Quellen

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