Israels Premierminister Benjamin Netanyahu lehnt US-Friedensplan für Gaza ab

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu lehnt US-Friedensplan für Gaza ab
Foto: France24

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu lehnt einen von den USA unterstützten 15-Punkte-Friedensplan für Gaza ab und sorgt für Spannungen mit Washington vor der Wahl am 27. Oktober.

Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat einen von den USA unterstützten 15-Punkte-Friedensvorschlag für Gaza förmlich abgelehnt und damit vor der israelischen Parlamentswahl am 27. Oktober einen öffentlichen Bruch mit Washington herbeigeführt. In einer im Fernsehen übertragenen Ansprache an sein Kabinett betonte Netanyahu, das israelische Militär "will not carry out any withdrawal until Hamas is genuinely disarmed and will continue to thwart threats against our forces."

Die Ablehnung stellt die jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über diplomatische Fortschritte direkt infrage. Obwohl die israelischen Militäroperationen im Gazastreifen nach diplomatischem Druck aus Washington nachgelassen haben, verdeutlicht Netanyahus Entscheidung, den Rahmen abzulehnen – dem die Hamas Ende letzten Monats zugestimmt hatte –, die wachsenden Spannungen zwischen den beiden Verbündeten. Der Premierminister steht unter dem Druck Washingtons zu verhandeln und zugleich unter dem Druck rechtsextremer Koalitionspartner, die territoriale Zugeständnisse entschieden ablehnen.

Quellen: Cyprus Mail, France24, STV News, The Guardian, The Herald

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