Irland verhängt 403 Millionen Euro Geldstrafe gegen Google wegen Standortverfolgung auf Android

Nexus Europa Redaktion
Irland verhängt 403 Millionen Euro Geldstrafe gegen Google wegen Standortverfolgung auf Android
Foto: Sweden Herald

Irland verhängt 403 Millionen Euro Geldstrafe gegen Google wegen Verstößen gegen die DSGVO bei der Standortverfolgung auf Android-Geräten.

Die irische Datenschutzkommission hat gegen Google eine Geldstrafe von 403 Millionen Euro verhängt, nachdem sie die Standortverfolgungspraktiken des Unternehmens auf Android-Geräten untersucht hatte.

Die Aufsichtsbehörde stellte fest, dass Google zwischen Mai 2018 und Februar 2020 gegen die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union verstoßen hat, indem das Unternehmen Nutzerstandortdaten ohne ausreichende Einwilligung oder angemessene Transparenz verarbeitete. Die Entscheidung folgt auf gemeinsame Beschwerden, die 2018 von mehreren europäischen Verbraucherschutzorganisationen eingereicht wurden, darunter Verbraucherräte in Norwegen und Schweden.

Die Strafe zählt zu den höchsten, die im Rahmen der Durchsetzung der DSGVO bisher verhängt wurden. Vertreter von Verbraucherrechten begrüßten die Durchsetzungsmaßnahme als wichtigen Schritt für den Datenschutz in der gesamten EU. Google hat noch nicht öffentlich erklärt, ob das Unternehmen beabsichtigt, die Entscheidung der Aufsichtsbehörde anzufechten.

Quellen: Der Spiegel, Der Standard, NRK, Sweden Herald, Sydsvenskan

Quellen

Teilen