Französischer Verfassungsrat lehnt Social-Media-Verbot für unter 15-Jährige ab

Der französische Verfassungsrat hat ein Verbot für unter 15-Jährige zur Nutzung von Social Media als unverhältnismäßig abgelehnt. Die Regierung will den Gesetzestext überarbeiten.
Der französische Verfassungsrat hat ein gesetzliches Verbot für Kinder unter 15 Jahren zur Nutzung von Social-Media-Plattformen für ungültig erklärt. In seiner Entscheidung urteilte das höchste Verfassungsorgan des Landes, dass die Maßnahme eine unverhältnismäßige Einschränkung der Meinungs- und Kommunikationsfreiheit junger Nutzer darstelle.
Die umstrittene Bestimmung, eine zentrale politische Initiative von Präsident Emmanuel Macron, sollte Frankreich zu einem der ersten EU-Länder machen, die strenge Altersbeschränkungen für digitale Plattformen durchsetzen, ähnlich wie in Australien. Der Rat hob den Kernartikel des Gesetzes auf, da er feststellte, dass es an der erforderlichen Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit mangelte. Als Reaktion auf die Entscheidung kündigte die Regierung an, den Text neu zu fassen, um den verfassungsrechtlichen Standards zu entsprechen.
Quellen: Canarias7, El Mundo, Il Messaggero, La Tribune, La Vanguardia.
Quellen
- La Tribune — Interdiction des réseaux sociaux aux moins de 15 ans : le Conseil constitutionnel censure la mesure
- El Mundo — El Consejo Constitucional rechaza la prohibición de las redes sociales a los menores de 15 años
- La Vanguardia — El Consejo Constitucional bloquea la prohibición de redes sociales para menores de 15 años
- Canarias7 — El Constitucional francés tumba la prohibición de las redes sociales a menores de 15 años
- Il Messaggero — Social vietati agli under 15 in Francia, no della Corte Costituzionale. Macron: «Riscriveremo la legge»