Französische Regierung verhängt Ausgangssperren nach landesweiten Unruhen

Nach gewaltsamen Zusammenstößen bei sozialen Protesten kündigt Premierminister Sébastien Lecornu abendliche Ausgangssperren für Paris, Lyon, Bordeaux und Nizza an.
Nach gewaltsamen Zusammenstößen bei sozialen Protesten am 17. Oktober kündigte der französische Premierminister Sébastien Lecornu neue abendliche Ausgangssperren für Großstädte wie Paris, Lyon, Bordeaux und Nizza an. Vor der Nationalversammlung verteidigte Lecornu die Sicherheitsmaßnahmen gegen Kritik an Polizeipersonal und Informationsgewinnung und versprach eine "massif" Präsenz der Sicherheitskräfte bei den bevorstehenden Protesten.
Die Maßnahmen folgen auf intensive städtische Unruhen, die von Behördenvertretern als einige der schlimmsten der letzten Jahre beschrieben wurden. Innenminister Laurent Nuñez reichte seinen Rücktritt ein, blieb letztlich jedoch auf seinem Posten. Die Behörden erklärten, die Polizeitaktik werde auf erhöhte Mobilität und Reaktionsfähigkeit setzen, um koordinierte Gruppen ins Visier zu nehmen.
Quellen: La Tribune, Le Figaro, Le Monde, Libération, RTBF Info.
Wie Medien es bewerteten
- 22. Okt. 2026, 04:00 UTC
- Libération Kritisch Rahmte die Ausgangssperren und Sicherheitsmaßnahmen der Regierung als repressive Niederschlagung nach der sozialen Mobilisierung am Wochenende ein.
Quellen
- Libération — Après la mobilisation sociale du 17 octobre, l’exécutif met un coup de répression
- Le Figaro — Violences du 17 octobre: suivez en direct les questions au gouvernement à l'Assemblée nationale
- RTBF Info — Nouvelles manifestations prévues ce samedi en France : le dispositif policier "sera massif", annonce le Premier ministre Lecornu
- Le Monde — EN DIRECT, manifestations du 17 octobre : de nouveaux couvre-feux pour mardi soir, à Paris, Lyon, Bordeaux et Nice, après une nuit calme
- La Tribune — Renseignement, sous-effectif policier... Le Premier ministre répond à l'Assemblée aux accusations après les désordres du 17 octobre