Französische Behörden untersuchen groß angelegten Cyberangriff auf die nationale Steuerverwaltung

Französische Behörden untersuchen einen groß angelegten Cyberangriff auf die Steuerverwaltung DGFiP, bei dem Daten von fast 700.000 Personen und Unternehmen kompromittiert wurden.
Die französische Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem eine Reihe von Cyberangriffen die Steuerverwaltung des Landes, die Generaldirektion für öffentliche Finanzen (DGFiP), ins Visier genommen hatte. Bei dem Sicherheitsvorfall wurden persönliche und finanzielle Daten von fast 700.000 Privatpersonen und Unternehmen kompromittiert.
Nach Angaben von Beamten umfassen die gestohlenen Informationen Referenzsteuereinkommen, Quellensteuersätze, Familienquotienten, Grundbucheinträge und Erbschaftsakten. Auch Unternehmensdaten wie Handelsregisternummern und Geschäftsadressen wurden abgerufen. Die Angriffe ereigneten sich in mehreren Vorfällen in den letzten Monaten und führten zu Krisengesprächen der Regierung sowie offiziellen Benachrichtigungen der betroffenen Steuerzahler. Die Behörden betonten erneut, dass der Vorfall keine Kernbankdaten gefährdet habe, während die Ermittlungen zur Identifizierung der Täter und zur Bewertung des vollen Ausmaßes des Verstoßes andauern.
Quellen: FAZ, France24, Le Monde, OCCRP, RTBF Info.
Quellen
- RTBF Info — Cyberattaque contre la fisc français : 678.000 particuliers et professionnels concernés
- FAZ — Immer mehr Angriffe: Frankreich im Visier der Hacker
- Le Monde — Piratage du site des impôts : le gouvernement détaille les trois fuites de données qui concernent aussi les données cadastrales et les successions
- France24 — France probes tax database massive cyberattack
- OCCRP — French Authorities Investigate Widespread Government Data Breaches