Folgen der Zypern-Vertreibung von 1974 und des Wiener Abkommens wirken 50 Jahre später nach

Folgen der Zypern-Vertreibung von 1974 und des Wiener Abkommens wirken 50 Jahre später nach
Foto: Phileleftheros (philenews)

Nach den türkischen Militäroperationen von 1974 erlebte Zypern eine der größten Bevölkerungsvertreibungen der modernen europäischen Geschichte. Das Dritte Wiener Abkommen von 1975 schrieb die Teilung faktisch fest – 50 Jahre später wirken die Folgen nach.

Nach den türkischen Militäroperationen im Juli und August 1974 erlebte Zypern eine der bedeutendsten Bevölkerungsvertreibungen der modernen europäischen Geschichte im Verhältnis zur Größe des Landes. Die erzwungenen Umsiedlungen von griechischen und türkischen Zyprern legten den Grundstein für die anhaltende Teilung der Insel.

Im August 1975 erreichten diplomatische Unterhändler das Dritte Wiener Abkommen, um drängende humanitäre Fragen zu regeln und die Rechte der in Enklaven lebenden Bevölkerungsgruppen zu garantieren. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass das Abkommen die Bevölkerungsverschiebungen faktisch festschrieb und eine dauerhafte demografische und geografische Bizonalität etablierte. Fünf Jahrzehnte später prägen die strukturellen Folgen dieser erzwungenen Migrationen weiterhin die Beziehungen zwischen den Gemeinschaften und schaffen komplexe Hindernisse für diplomatische Initiativen, die eine Wiedervereinigung der Insel anstreben.

Quellen: Phileleftheros (philenews)

Quellen

Frühere Berichterstattung

Teilen