Das Erbe der Vertreibung von 1974 und das Wiener Abkommen spalten Zypern weiterhin

Nexus Europa Redaktion
Das Erbe der Vertreibung von 1974 und das Wiener Abkommen spalten Zypern weiterhin
Foto: Phileleftheros (philenews)

Forschungsergebnisse zeigen, wie die Vertreibung von 1974 und das Dritte Wiener Abkommen von 1975 die demografische und politische Teilung Zyperns verfestigten.

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, wie die massenhafte Vertreibung nach der türkischen Militärinvasion in Zypern im Juli und August 1974 die demografische und politische Realität der Insel grundlegend veränderte. Die Bevölkerungsverschiebungen der Nachkriegszeit, die teilweise durch das Dritte Wiener Abkommen vom August 1975 formalisiert wurden, ermöglichten die Umsiedlung von griechischen Zyprern in den Süden und von türkischen Zyprern in den Norden. Obwohl das Abkommen ursprünglich als vorübergehender humanitärer Rahmen gedacht war, um vertriebenen Zivilisten zu helfen und eingeschlossene Gemeinschaften zu schützen, stellen Historiker und Rechtsanalysten fest, dass es letztlich die physische Teilung der Insel festigte. Diese demografische Trennung begründete die bizonale Struktur, die bis heute die politischen Diskussionen prägt und die Bemühungen um ein vereintes Zypern erschwert.

Quellen: Phileleftheros

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