Zahl der Migranten in Ceuta bleibt umstritten, während Spanien und Marokko sich gegenseitig die Schuld zuweisen

Zahl der Migranten in Ceuta bleibt umstritten, während Spanien und Marokko sich gegenseitig die Schuld zuweisen
Foto: El Mundo

Die Zahl der Migranten in Ceuta bleibt umstritten, während Spanien und Marokko sich gegenseitig die Schuld zuweisen. Offizielle Angaben weichen stark voneinander ab.

Die lokalen Behörden in Ceuta schätzen, dass sich nach dem Grenzansturm am Donnerstag zwischen 3.000 und 5.000 Migranten in der spanischen Enklave aufhalten. Der Regionalpräsident Juan Jesús Vivas behauptete, dass insgesamt bis zu 80.000 Menschen angekommen seien.

Die offiziellen Zahlen bleiben widersprüchlich. Das marokkanische Innenministerium meldete 40.000 Ankünfte in Ceuta und 1.135 in Melilla und räumte 11 Todesfälle auf seinem Hoheitsgebiet ein. Rabat bestritt, die Grenzkontrollen gelockert zu haben oder unter Druck nachgegeben zu haben, und führte die Welle auf eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs Spaniens zurück. Zudem beschuldigte es europäische Politiker, die Situation auszunutzen.

In Madrid entließ die spanische Regierung einen Kommunikationsbeauftragten der Abteilung für nationale Sicherheit, nachdem ein nicht genehmigter Alarm 49.000 Einreisen gemeldet hatte. In der Zwischenzeit nehmen spanische Militäreinheiten weiterhin Migranten am Grenzzaun fest und bringen sie zurück.

Quellen: Canarias7, Diário de Notícias, El Día, El Mundo, La Vanguardia

Wie Medien es bewerteten

  • 4. Aug. 2026, 05:30 UTC
    • El Mundo Kritisch Betonte die Kabinettskonflikte in Madrid und beschuldigte die spanische Regierung, Marokko während des Migrantenzustroms zu schützen.
    • FAZ Alarmiert Betonte Notstandsbedingungen und den Zorn der Anwohner über das, was Einheimische als Invasion bezeichneten.
    • FAZ Kritisch Betonte lokale Rhetorik, die die Situation als Invasion bezeichnete, und hob die politische Ausbeutung durch rechtspopulistische Kräfte hervor.
    • Correctiv Skeptisch Konzentrierte sich auf die wachsende Frustration der Anwohner über den Umgang der Regierung und die Sicherheitsmaßnahmen angesichts gerüchteweiser Grenzöffnungen.
    • FAZ Alarmiert Betonte die Not der Anwohner und beschrieb die Lage als anhaltenden Ausnahmezustand, wobei Ängste vor einem erneuten Grenzansturm hervorgehoben wurden.
    • Tagesschau Neutral Konzentrierte sich in einer sachlichen Berichterstattung auf die behördliche Verlegung von Migranten in vorübergehende staatliche Unterkünfte.
    • FAZ Alarmiert Konzentrierte sich auf die lokale Notlage und Anwohner, die den Migrantenzustrom angesichts politischer Spannungen als Invasion beschrieben.
    • Die Zeit Neutral Stellte die logistischen und humanitären Bemühungen der Regierung zur Unterbringung von Migranten in den Mittelpunkt.
    • FAZ Alarmiert Hob Anwohner hervor, die die Lage als Invasion bezeichneten, und kritisierte politische Ausbeutung angesichts anhaltender Belastung.
    • FAZ Kritisch Hob die lokale Frustration hervor und rahmte die Situation über die Beschwerden der Anwohner über die Belastung der Stadt und politische Ausnutzung.
    • Tagesschau Neutral Konzentrierte sich sachlich auf das offizielle Regierungshandeln, Migranten in temporäre Unterkünfte zu bringen.
    • FAZ Alarmiert Rahmte die Situation als anhaltenden Ausnahmezustand ein und hob lokale Beschreibungen einer Invasion sowie politischer Ausbeutung hervor.
    • Die Zeit Neutral Konzentrierte sich auf die logistischen und humanitären Bemühungen Madrids, Migranten, die auf öffentlichen Stränden schliefen, vorübergehend Unterkunft zu bieten.
    • FAZ Alarmiert Betonte Notlage, Wut der Anwohner über eine Invasion und politische Ausbeutung der kommunalen Krise.
    • Tagesschau Neutral Konzentrierte sachliche Berichterstattung über administrative Logistik, Verlegung von Migranten in temporäre Zentren und Zahlen zum Grenzeinsatz.

Quellen

Frühere Berichterstattung

Teilen