Bosnien hält zehnte Parlamentswahl seit Dayton-Abkommen ab

Nexus Europa Redaktion
Bosnien hält zehnte Parlamentswahl seit Dayton-Abkommen ab
Foto: El Mundo

Bosnien und Herzegowina hält seine zehnte Parlamentswahl seit dem Dayton-Abkommen ab, während Kritiker das starre Machtteilungssystem und die politische Trägheit bemängeln.

Bosnien und Herzegowina hat seine zehnte Parlamentswahl seit dem Ende des Krieges 1995 abgehalten, die unter einem politischen Rahmen stattfindet, der durch das Dayton-Friedensabkommen geschaffen wurde. Das Abkommen beendete zwar erfolgreich drei Jahre des Konflikts, führte jedoch ein starres System der Machtteilung zwischen den drei wichtigsten ethnischen Gruppen des Landes ein.

Kritiker argumentieren, dass dieses komplexe Regierungsmodell jahrzehntelange politische Trägheit begünstigt und die notwendige institutionelle Modernisierung behindert hat. Wahlmüdigkeit und Ernüchterung sind weiterhin weit verbreitet, da die Bürger mit anhaltender wirtschaftlicher Stagnation und nicht eingelösten politischen Versprechen konfrontiert sind. Trotz wachsender öffentlicher Frustration über tief verwurzelte sektiererische Spaltungen bestimmt die vor drei Jahrzehnten geschaffene verfassungsrechtliche Ordnung weiterhin die Wahl- und Verwaltungslandschaft des Landes.

Quellen: El Mundo.

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